Kücken

Die Tagesschau hat ein neues Studio bekommen und mit ihr kam ein neuer Jingle. Der ist jedoch so schwertragend, als würde der Tanker Tagesschau kurz vor dem Untergang stehen. In Erwartung dieses Ereignisses, sieht man in Gedanken den Chefredakteur als erstes von Board gehen. Schließlich scheint es sich bei den Kapitänen dieser Welt herumzusprechen, dass der alte Satz „Frauen und Kinder zuerst“, früher mal zählte.

So war es am 13. Januar 2012 bei der Untergang des Costa Concardia als Kapitän Francesco Schettino als einer der Ersten das Schiff verließ und erst letzte Woche wieder, bei dem vor Südkorea gesunkenen Fährschiff „Sewol“. Was ist nur los, wenn alte Regeln wie Verantwortung für Schiff, Passagiere und Besatzung nicht mehr gelten? Indes geht es nicht nur bei der internationalen Schifffahrt durcheinander.

Der Herr Putin spielt seine auf der Krim erfolgreiches Spielchen weiter. Bis zur letzten Woche stritten die Russen immer wieder ab, russische Soldaten auf der Krim vor dem Referendum gehabt zu haben. In einer Fernsehübertragung in der letzten Woche, behauptete Putin glatt das Gegenteil. Inzwischen werden an der russisch-ukrainischen Grenze massive Militärmanöver abgehalten. Es kann gar kein Zweifel bestehen, dass man bei der erst besten Gelegenheit in die Ukraine einmarschieren wird.

Inzwischen scheint es hierzulande die ersten Menschen zu geben, die sich über diese Tatsachen Sorgen machen. Nicht umsonst, war das Wort „Weltkrieg“ in dieser Woche bei Twitter in den Trends. Ausgelöst durch eine eher hilflose Reaktion des ukrainischen Ministerpräsidenten Arseni Jazenjuk, der behauptete

„Russland will einen dritten Weltkrieg anzetteln!“

Wenngleich viele Kommentare bei Twitter, diese Meldung eher pointiert wiedergaben, zeigt dies doch, dass sich der eine oder andere darum ernsthafte Gedanken macht.

Der kalte Krieg ist inzwischen gute 25 Jahre her. Da ist schon eine ganze Generation herangewachsen, die diese Auseinandersetzungen nur aus Büchern und Filmen kennt. Damit dies auch so bleibt, sollten wir uns alle in Zukunft mehr Gedanken über die Frage des Friedens machen. – In Europa und Weltweit.

Auf ein anderes Problem versuchte diese Woche die ZDF-Sendung Frontal21 aufmerksam zu machen. Millionen männliche Küken erleben den zweiten Tag ihres Lebens nicht, da diese unmittelbar nach dem Schlüpfen mit CO2 getötet werden. Auf diese Art und Weise sterben nach der Erkenntnis der WWF-Jugend  in Deutschland jährlich

40.000.000

Küken. Dies ist eine Zahl die mir so noch nicht bewusst war. Natürlich kann man sich sagen, ob diese gleich sterben oder erst nach der Schlachtreife, kann einen eigentlich egal sein. Die getöteten Küken werden an Zootiere verfüttert oder finden „Verwendung“ als sonstiges Tierfutter.

Was mich aber so richtig an diesem Bericht gestört hat, war die allgemeine Verbraucherschelte. So wurde durch einen Geschäftsführer einer Tierzuchtanlage erklärt, dass der Verbraucher heutzutage Geflügel möchte, das einen hohen Brustfleischanteil aufweist. Und da dies mit Hähnen nicht möglich ist, hätte dieser seinen Anteil an der Vorgehensweise.

Allerdings frage ich mich wer den Verbraucher diese Tatsachen einredet? Sind es die günstigen Angebote bei den Discountern die den Verbraucher zu diesen Verhalten bewegen. Oder hätte man sich in der Frontal Redaktion nur mal im eigenen Hause, dem ZDF umschauen sollen?

Sind Sendungen wie „Küchenschlacht“ und „Topfgeldjäger“ nicht ein Katalysator für dieses Haltung? Lebensmittel die in diesen „Shows“ verwendet werden, müssen doch immer die Besten sein. Sei es in Qualität oder besser noch vom anderen Ende der Welt! Bevor man den Verbraucher für alles verantwortlich macht, sollte man besser erst einmal vor der eigenen Tür kehren!

Also Kochsendungen abschalten! Alle Mann vom Bord wenn es um „Luxusgerichte“ geht und mal wieder in Omas Kochbuch stöbern!

 

Die Welt ist schön, wenn Du sie änderst!

Print Friendly, PDF & Email

Von fkmoegelin

In den veröffentlichten Artikeln beschreibe ich die Welt aus meiner Sicht. Diese sind durchaus politisch, aber immer fern von Blockdenken und / oder einer bestimmten politischen Richtung. Die Artikel sind Konkret. Aussagen die bloße Behauptungen sind, finden sie bei mir nicht. Damit bewahre ich meine Unabhängigkeit. Der Standpunkt ist mir wichtig. Dies ist mein Konzept – Frei von Vorurteilen und Paradigmen.